Medienworkshop Ense Schule Bad Wildungen 3

Schülerinnen und Schüler der Ense-Schule setzen sich kritisch mit dem Schutz von Daten und dem gesellschaftlichen Umgang in modernen Medien auseinander.

Welche Informationen und Daten sie täglich bewusst oder unbewusst im digitalen Lebensraum über sich preisgeben, ist vielen jungen Menschen oftmals nicht bekannt. Mit zunehmendem Stellenwert moderner Medien und sozialer Netzwerke im Leben von Kindern und Jugendlichen gewinnt die Aufgabe von Schulen, junge Menschen für den verantwortungsbewussten Umgang mit Medien zu sensibilisieren, immer mehr an Wichtigkeit. In enger Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft e.V. ermöglichte die Ense-Schule Bad Wildungen am Dienstag, den 12.06.2018, 31 Schülerinnen und Schülern der Klasse 7aR die Teilnahme an einem eintägigen Workshop für einen verantwortungsvollen Umgang mit modernen Medien und ein respektvolles Miteinander im Netz. Unter fachkundiger Leitung erhielten die Lernenden Einblicke darüber, welche personenbezogenen Daten sie jeden Tag oft unbewusst durch das Nutzen ihres Handys oder Tablets an Dritte preisgeben. Durch eine schülernah aufbereitete Stationsarbeit informierten sich die Schülerinnen und Schüler spielerisch über die Chancen und Risiken der digitalen Welt. Hierbei wurde den Jugendlichen schnell bewusst, dass die Grenzen zwischen Privatem und öffentlich Preisgegebenem oft rasch miteinander verschmelzen. In Form von interaktiven Übungen mit Tablets und Smartphones probierten die Jugendlichen Sicherheitseinstellungen der einzelnen Geräte aus und erlernten so ihre Daten zu schützen. Dass das Internet längst nicht nur Vorteile mit sich bringt, erfahren viele junge Menschen zudem täglich in sozialen Netzwerken. Cybermobbing, Hate-Speech, Fake News, Sexting und Big Data sind nur einige Begriffe für Diskriminierung, Beleidigung und Hass, die sich im Netz wiederfinden. Um diesen Gefahren entgegenzuwirken und die Jugendlichen für diese zu sensibilisieren, setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit einzelnen Fallbeispielen auseinander. Hierbei lernten sie die virtuellen Situationen einzuschätzen und Zusammenhänge sowie mögliche Folgen zu erschließen. Gemeinsam mit der pädagogischen Leitung des Workshops entwickelten die Schülerinnen und Schüler Schutz- und Präventionsmaßnahmen, um den Gefahren der modernen Medien entgegenzutreten. Das Programm des Workshops „#freireden? #mitreden. #gegenreden!“ der Deutschen Gesellschaft e.V. beabsichtigt junge Menschen in ihrer digitalen und sozialen Kompetenz zu stärken und sie auf einen verantwortungsbewussten und respektvollen Umgang im digitalen Lebensraum aufmerksam zu machen. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen und Stellungnahmen aller am Workshop Beteiligten spiegelten dessen Erfolg wieder. Auch in Zukunft soll dieses Angebot an der Ense-Schule Bad Wildungen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft e.V. dazu dienen, junge Menschen für den Umgang mit modernen Medien zu sensibilisieren.