Arbeitslehre an der Ense-Schule

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Das Fach stellt sich vor

Das Fach Arbeitslehre stellt den arbeitenden Menschen in den Vordergrund und beleuchtet viele Facetten menschlicher Arbeit.

Arbeit findet nicht nur in Berufen statt, sondern ist auch Haus- und Familienarbeit, die Erziehung der Kinder, ehrenamtliches, soziales, kulturelles, politisches Engagement.

Arbeit bestimmt und beeinflusst die freie Zeit des Menschen. Sie ist anstrengend und beschwerlich, bringt Probleme mit sich, aber sie ist nicht nur Last und Pflichterfüllung, sondern kann auch geistige Entfaltung und Selbstverwirklichung bedeuten sowie soziale wie personale Anerkennung bringen. Arbeit verändert sich und damit auch das Leben des Einzelnen.

Es ist die Aufgabe der Arbeitslehre, als Teilaufgabe schulischer Bildung und Erziehung, die Schülerinnen und Schüler durch Vermittlung grundlegender Kenntnisse auf die gegenwärtige und zukünftige Arbeits- und Wirtschaftswelt vorzubereiten, ihnen die Vielfalt der Optionen, aber auch die Risiken aufzuzeigen, Strategien aktiver Situationsbeeinflussung zu entwickeln, Handlungskompetenz anzubahnen und Ich-Stabilität aufzubauen.

 

Arbeitslehre an der Ense-Schule

Arbeitslehre wird an unserer Schule sowohl praxisorientiert als auch theoretisch unterrichtet Bereits in der Förderstufe lernen die Schülerinnen und Schüler die Fachräume (Küche, Keramik, Holz, Textil, Informatik) kennen und durchlaufen diese in ihrer Schulzeit immer wieder mit unterschiedlichen Unterrichtsschwerpunkten.

Neben der praktischen Arbeit in den Werkstätten sollen die Schülerinnen und Schüler auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet werden. Sie erhalten eine Orientierung in der Welt der Berufe, lernen verschiedene Berufsfelder, einzelne Berufe, Arbeitsplätze und Fertigungsmethoden kennen und können so im Laufe ihrer schulischen Laufbahn eine Berufswahlentscheidung treffen.

Die Ense-Schule führt im Rahmen der Arbeitslehre in der Hauptschule zwei Betriebspraktika durch (Jahrgangsstufe 8 und 9), die jeweils drei Wochen dauern.

In Jahrgangsstufe 8 gehen die Schülerinnen und Schüler im zweiten Halbjahr einen Tag in der Woche (Praxistag) in einen festen Praktikumsbetrieb, um einen tieferen Einblick ins Berufsleben zu erlangen.

Die Realschüler machen in der 9. Klasse ein dreiwöchiges Betriebspraktikum.

Diese Praktika werden im Unterricht vor- und nachbereitet und durch einen begleitenden Praktikumsbericht dokumentiert.

Ebenso wichtig sind die regelmäßigen Besuche des BIZ, des Infobusses der Metall- und Elektroindustrie, Besuch von Berufsinformationsmessen und Infobörsen, unterstützende Berufsberatung von externen Stellen und das Durchführen von Betriebserkundungen, Jobinterviews etc.

Die Ense-Schule führt in der Jahrgangsstufe 7 KOMPO durch (ein Kompetenzfeststellungsverfahren) und baut auf diesen Ergebnissen im Rahmen des Unterrichts systematisch auf.

Wir arbeiten ab der Klasse 7 mit dem Berufswahlpass, in dem alle Stationen der Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in die Berufsausbildung dokumentiert werden.

 

Das Berufswahlbüro

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Die Schülerinnen und Schüler haben an der Ense-Schule die Möglichkeit, sich individuell zum Thema Berufswahl beraten zu lassen. Unser Berufswahlbüro vereinbart Termine und bietet eine Vielzahl von interessanten Themen und Informationen an.

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Die Fachräume

Die Schulküche

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Der Keramikraum

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Der Textilraum

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Die Holzwerkstatt

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Der Maschinenraum

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Der Computerraum

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KomPo 7

An der Ense-Schule wurde im März 2013 das Projekt KomPo 7 erfolgreich durchgeführt. Mit der Kompetenzfeststellung in Klasse 7 werden Schüler/-innen, sowie die beteiligten Lehrkräfte für die anstehende Phase der beruflichen Orientierung sensibilisiert. Innerhalb eines kompletten Schultages hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit ihr schulsiches Können und ihre Sozialkompetenzen unter Beweis zu stellen. Auf Basis der Erhebung grundlegender sozialer, personaler und methodischer Kompetenzen soll sich die weitere berufliche Förderung und Beratung der Schüler/-innen durch die Schule ausrichten. Es gab an diesem Tag für jeden Schüler sowohl Einzelaufgaben in Deutsch oder Mathe usw. zu lösen oder in Gemeinschaft ein Regal oder eine Dominobahn zu bauen.

KomPo 7 unterstützt die beginnende Berufsorientierung von Schüler/-innen als Bestandteil ihrer Lebensplanung und hilft ihnen, sich selbst auf neue Weise kennen zu lernen. Untrennbar mit der Kompetenzfeststellung verbunden ist die Förderung der Berufswahl- und Ausbildungsreife. Die Schüler/-innen werden darauf vorbereitet, eine realistische und passgenaue Berufsentscheidung als Grundlage für einen erfolgreichen Übergang von der Schule in die Arbeitswelt treffen zu können.

Ziel der Kompetenzfeststellung ist es nicht, Schüler/-innen hinsichtlich ihrer vorhandenen Kompetenzen miteinander zu vergleichen oder ihre Eignung für einzelne Berufe zu überprüfen. Ihnen sollen vielmehr berufsfeldbezogene Perspektiven anhand ihrer Stärken, Interessen und Neigungen eröffnet werden.