Kunst an der Ense-Schule

Kinder und Jugendliche werden heute zunehmend durch technische Überflutung und Schnelllebigkeit visuellen Reizen ausgesetzt. Gerade deshalb ist es besonders wichtig , dass die Heranwachsenden lernen, visuelle Eindrücke zu verarbeiten und eigene Phantasien und Vorstellungen dabei nicht zu kurz kommen. Die Schüler sollen lernen, sich ihr eigens Bild von der Welt zu machen und dabei unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen kennen lernen und persönliche künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten erproben.

Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Werken aus Vergangenheit und Gegenwart der bildenden Kunst soll die Phantasie des Kindes bzw. Jugendlichen anregen und die eigene künstlerische Produktion ankurbeln. Es sollen Anregungen gegeben und Mut zur Experimentierfreude geweckt werden. Der Schüler soll durch den Kunstunterricht Freude am selbstständigen kreativen Gestalten erfahren, sich im konzentrierten Arbeiten bei der Erprobung neuer Techniken üben, bereits bekannte Techniken vertiefen und erweitern. Neben den fachlichen Kompetenzen, wie der Beschreibung von Kunstwerken aus der Malerei und Graphik sowie der Plastik und Architektur stehen auch soziale Aspekte im Mittelpunkt des Kunstunterrichtes. Der Schüler lernt die verschiedenen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten kennen und diese zu tolerieren. Auch im gegenseitigen Miteinander, z.B. während prakti-scher Arbeitsphasen, muss der Einzelne lernen, Toleranz und Einfühlungsvermögen an den Tag zu legen. Arbeitsteilige Prozesse werden erprobt und trainiert, darüber-hinaus Probleme gemeinsam gelöst, beispielsweise beim Erstellen einer Großplastik, wie es eine Abschlussklasse im Schuljahr 2011/12 erfolgreich gezeigt hat.

Kunst 2012

Neben zweidimensionalen Kunstwerken, wie Zeichnungen und Gemälden, finden dreidimensionale Arbeiten bei Schülern immer mehr Beliebtheit. Mit Begeisterung erstellen sie Masken, Theaterrequisiten und Plastiken aus Gips, Ton, Pappmaschee und Specksteinen. Neben der ästhetischen Praxis erleben die Schüler hierbei auch den kulturellen Nutz-wert von Kunst im Alltag. Sie erkennen, welchen Stellenwert Kunst in ihrem Leben einnimmt, dass Kunst nicht nur musealen Charakter hat, sondern durchaus auch ihren Lebensraum täglich und überall durchdringt. Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch außerschulische Projekte, wie Ausstellungen von Schülerarbeiten bei ortsansässigen Firmen.

Durch den Kunstunterricht an der Ense-Schule, der kunstgeschichtliches Wissen als auch vielfältige ästhetische Praxis vermittelt, sei es im regelmäßigen Unterricht oder an Projekttagen, lernen die Schüler, ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen und sie auch gezielt mitzugestalten. Und hoffentlich trägt der Unterricht auch einen Teil dazu bei, der ständigen Reizüberflutung etwas Einhalt zugebieten, indem sich die Schüler bewusst auf ein Bild konzentrieren oder ein künstlerisches Objekt über einen längeren Zeitraum entstehen sehen.

                                                                                               Susanne Maindok-Vogler